Ein Satz liegt oft in fremden Räumen,
wie ein Blatt im Wind, in alten Bäumen.
Er fällt so leicht, fast nebenbei,
und klingt nach gestern, klingt nach einerlei.
Zu oft gehört, zu oft gesagt,
bis niemand mehr nach Gründen fragt.
Ein Wort, das seine Farbe verliert,
weil man es achtlos weiterführt.
Doch irgendwo bleibt jemand still,
weil sie nicht weiß, ob man sie hören will.
Ein Blick nach unten, ein leiser Schritt,
die Angst vor Worten geht langsam mit.
Denn wenn die Seele schwerer wird,
und sich im Innern alles irrt,
fragt sie sich, ob ein leises Klagen
noch Raum bekommt zwischen den Fragen.
So bleibt ein Satz im Hals versteckt,
weil Angst vor Unglauben ihn bedeckt.
Nicht jeder Schmerz ruft laut hinaus,
mancher bleibt einfach im eigenen Haus.
Vielleicht braucht es nur ein wenig Zeit,
ein offenes Ohr, ein Stück Ehrlichkeit.
Denn Worte verlieren manchmal ihr Gewicht,
doch echte Gefühle verschwinden nicht.